Heilstollen-Therapie oder auch Speläotherapie gegen Atemwegserkrankungen. Die Speläotherapie ist eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Behandlungsform. Die therapeutische Exposition in Naturhöhlen und ehemaligen Bergwerken ist in Europa seit dem 19. Jahrhundert üblich. Das Mikroklima der Stollen ist charakterisiert durch eine stabile Luftreinheit mit fast völliger Schwebstaub- und Allergenfreiheit (Pollen und Pilzsporen).

Die kühle Temperatur und die hohe Luftfeuchtigkeit bewirken eine Besserung der statischen und dynamischen pulmonalen Funktionsgrößen, das heißt, die Atemfunktion verbessert sich. Atemnot, Husten und Auswurf nehmen ab und die Medikation lässt sich häufig reduzieren.

Die positive Wirkung der Heilstollentherapie (Speläotherapie) ist durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Ulm belegt.

Im Ergebnis der Studie konnte festgestellt werden, dass die wichtigsten Kenngrößen des Asthma bronchiale nachweislich positiv durch die Speläotherapie beeinflusst wurden. Signifikant war die Verbesserung des FEV 1, d.h. der Luftmenge, die maximal in einer Sekunde ausgeatmet werden kann, um im Mittel etwa 10 %.Diese wissenschaftliche Untersuchung beschäftigte sich mit dem Nachweis der Wirksamkeit der Stollenluft. Die Medizinstudie mit Kindern unter der Leitung der Universität Ulm erbrachte den statistisch signifikanten Nachweis, dass sich durch den Aufenthalt im Heilstollen die Lungenfunktion entscheidend verbessert.

Die wichtigsten Indikationen: Asthma bronchiale, Chronische Bronchitis, Heuschnupfen, Pseudo-Krupp,  Keuchhusten-Rekonvaleszenz,  Chronische Nasennebenhöhlenentzündung und Allergien.

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